Gymotion vom 17.Mai im Hallenstadion Zürich

Veröffentlicht von

Von Andrea Soldera

 

Mitte letzten Jahres hatte ich im Heft des STV eine Ausschreibung gesehen wofür Gymnastikerinnen und Gymnastiker gesucht wurden die in einer Showgruppe mitmachen wollten. Da die Bedingung war an allen Trainings dabei sein zu können, die Daten jedoch noch nicht bekannt waren, meldete ich mich nicht. Doch dann, nach den Schweizermeisterschaften der Gymnastik Einzel und zu Zweit, kam noch ein Mail mit demselben Aufruf, diesmal jedoch inklusive der Trainingsdaten. Nach kurzem Nachschauen in meiner Agenda sah ich dass ich an allen Trainings teilnehmen könnte. Das Interesse war geweckt…

Nach kurzem Überlegen und Nachfragen in der Halle ob sich noch jemand anschliessen wolle, meldete ich mich, leider alleine, an. Der Grundstein war gelegt.

Kurz nach der Anmeldung kamen dann nähere Informationen. Aus dem Mailverteiler konnte ich entnehmen, dass ich niemanden kannte. Doch genau so lassen sich doch sowieso bessere Bekanntschaften schliessen. 😉

Die Showgruppe setzte sich aus ganz verschiedenen Vereinen zusammen. Es waren alles Vereine aus der Deutschschweiz, jedoch von Bern, über Luzern, zum Aargau, über Zürich, bis nach St. Gallen… Alles war vertreten bei den fast 50 Personen. Aber wofür trainierten wir eigentlich? Für die Gymotion, ehemals STVGala, an welchen die besten Vereine der Schweiz zusammen eine Show zu Live-Musik und -Gesang, sowie komödiantischer Moderation und zusätzlichen Show-Acts zeigen.

Nach fünf Sonntagstrainings ins Möriken- Wildegg und einigen Stunden üben zu Hause im Wohnzimmer mithilfe einer Videoanleitung war es dann am 17. Mai 2014 soweit. Die Gymotion stand vor der Tür!

Bereits am Freitag zuvor, dem 16. Mai 2014, verbrachten wir den ganzen Tag im Hallenstadion um Stell-, Musik- und Lichtproben über uns ergehen zu lassen. Ich muss zugeben, es war wirklich imposant ins Hallenstadion reinzukommen und einem ist bewusst man turnt unten auf der Fläche während die Ränge gut besetzt sind. Wow, was für ein Gefühl!

Am Samstagmorgen hiess es bereits um acht Uhr im Hallenstadion zu sein um das Finale mit all den 600 Mitwirkenden zu proben. Was für eine Menge an Leuten…! Gleich anschliessend an diese Probe folgte dann die Hauptprobe mit allem drum und dran. Es fühlte sich noch ziemlich so an als wäre es ein Training. Ist aber auch klar wenn noch alle Sitze leer sind. 🙂

Nach einem feinen Mittagessen und etwas Wartezeit war es dann soweit. Die ersten Zuschauer betraten das Hallenstadion um 13.00 Uhr um die Nachmittagsvorstellung anzuschauen welche eine Stunde später losging.

Ich war von mir selber enorm überrascht, denn ich spürte überhaupt keine Nervosität. Doch woran lag das? Vermutlich weil ich dachte in einer Masse von 50 Personen, welche fast gleich aussahen, unter zu gehen. Zusätzlich war es kein Wettkampf, sondern eben nur Show. Und zuletzt lag es wohl auch daran dass ich wusste dass die meisten von weit weg nach unten schauen und einen kaum sehen können.

So ging die Nachmittagsvorstellung mit ungefähr 4‘000 Zuschauerinnen und Zuschauer erfolgreich über die Bühne und  wir konnten auf zwei gut gelungene Übungen zurückschauen.

Nun war die Hälfte bereits vorbei, sprich es erwartete uns noch die Abendvorstellung. Wir wussten alle dass diese den Nachmittag noch toppen wird. Einerseits war unser Gefühl besser, andererseits wussten wir auch dass noch mehr Leute dabei sein werden.

So kam es, dass wir nach erneuter Pause und einem guten Nachtessen, um 20.00 Uhr die Abendvorstellung zeigten. Auch bei dieser Vorführung verlief alles super gut. Wir von der Showgruppe, und wie ich mitbekommen habe auch alle anderen, waren super happy und zufrieden! Die Angst ist jeweils schon gross vor 7‘500 Zuschauerinnen und Zuschauern, sowie dem SRF etwas falsch zu machen. Doch zum Glück gelang auch mir alles gut. Die etwas gefürchteten Stellen brachte ich gut durch und konnte somit die Auftritte in vollen Zügen geniessen. 😀

Auch wenn ich vor den Sonntagstrainings manchmal echt schlechte Laune hatte weil ich lieber ausgeschlafen hätte, mich nervte über die teilweise zu klein geratenen Kostümteile und mich vor allem darüber aufregte selber noch so viel nähen zu müssen, an dieser Stelle ein riiiiiiiesen grosses Dankeschön an mein Mami welche mir da sehr viel abgenommen hat, lohnte sich der ganze Aufwand zu 200%! Es war eine einmalige Gelegenheit an einem solchen Anlass dabei zu sein und eine solche Erfahrung machen zu dürfen. Wenn sich die Chance nochmals ergibt, ich werde sie voraussichtlich packen und versuchen noch mehr vom Verein dafür zu begeistern. Denn wer kann schon behaupten im Hallenstadion vor insgesamt 11‘500 Zuschauerinnen und Zuschauern an einem solch tollen Anlass geturnt zu habe?!?! Es war der Hammer!!