Turnfahrt vom 24. August 2013 nach Hoch Ybrig

Geschrieben von Andrea Soldera
 


 

Wie jedes Jahr landete eine Einladung für die Turnfahrt von Sandro bei uns in der Inbox. Ich freute mich sehr darüber da ich wusste dieses Jahr mit dabei sein zu können. Nachdem letztes Jahr die Wertungsrichterprüfung genau an diesem Datum stattfand konnte ich beim Seilpark und dem Rodeln nicht dabei sein. Und da im vergangen Jahr erfreulicherweise doch einige an der Turnfahrt teilnahmen hoffte ich darauf dies würde sich in diesem Jahr wiederholen. Doch es kam etwas anders als erhofft… Sandro erstellte einen Doodle um sich anzumelden und man sah sehr schnell dass die meisten eine Absage ein­trugen. Nach dem Anmeldeschluss standen nur gerade fünf Namen in grün da, was heisst… Genau, fünf Personen meldeten sich an. Darauf­hin telefonierte ich kurz mit Sandro und wollte in Erfahrung bringen ob mit so wenigen Teil­nehmern der Anlass überhaupt durchgeführt wird. Erfreulicherweise bekam ich das „Go“ dafür.

Da Sandro selber an diesem Datum in den Ferien weilte schlug ich ihm vor die Organisation zu übernehmen, was mit so wenig Personen ja sowieso keine grosse Sache war.

Ich entschloss mich dafür, da wir ja eben nur fünf Frauen, übrigens alle aus der GymMix, waren, den Flying Fox in Hoch Ybrig vorzuschlagen. Der Flying Fox, auch genannt Sternensauser, ist die längste Seilrutsche der Welt. Mit CHF 70.00 für eine Abfahrt ist es jedoch eher ein teurer Spass. Doch das Budget erlaubte uns etwas grosszügi­ger zu denken. Alle waren damit einverstanden und so ging meine Planung los…

Da das Wetter an diesem Samstag bedauer­licherweise nicht ganz mitspielen wollte war Flexibilität gefragt und somit entschieden wir am Mittwoch vor der Turnfahrt ein Mischprogramm zwischen Schön- und Schlechtwetter durchzufüh­ren. So trafen wir uns am Samstagmorgen am Bahnhof Altstetten um mit dem Auto nach Hoch Ybrig zu fahren. Von Weglosen nahmen wir die Gondel zur Talstation kleinen Sternen, liefen zur Fuederegg und nahmen dort den Sessellift zum Spirstock. Hier oben konnten wir zuerst mal das wunderschöne Panorama geniessen da das Wetter noch super mitspielte. Nun begaben wir uns auf den Höhenweg wo wir unterwegs einen Gipfelihalt einlegten und uns das erste Getränk gönnten. Vom Beizli „Wildä Maa“ konnten wir bereits das Seil des Flying Fox erkennen und bei einigen ging das Adrenalin bereits etwas in die Höhe. Jetzt waren es nur noch wenige Meter bis zum Ausgangspunkt der Seilrutsche. Wie wir feststellen mussten waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee. Daher stellten wir uns in die Schlange und warteten auf unseren Einsatz. Zwischenzeitlich erhielten wir die Instruktionen und konnten anderen dabei zusehen wie sie sich in die Tiefe stürzten. Als uns dann noch gesagt wurde dass es die Möglichkeit gäbe über Kopf das ganze durchzuführen stockte uns ein kurzer Moment der Atem. Denn wir waren uns sicher auch „normal“ würde uns genügen! So durfte ich als erste ins „Gstältli“ schlüpfen, wurde mit Kara­binern am Schlitten befestigt und dieser am Seil angehängt. Jetzt hiess es Augen zu und durch… Phu, war schon etwas nervös denn wie steht es so schön im Internet geschrieben: „Adrenalin-Kick pur auf dem Sternensauser (Flying Fox) – der längsten Seilrutsche der Welt (insgesamt 2,3 Kilometer lang). Die atemberaubende Fahrt in luftigen Höhen (max. 80 Meter ab Boden) führt mit bis zu 120 Stundenkilometern von der Berg­station Sesselbahn Sternen hinunter zur Fuederegg und anschliessend zur Talstation Sesselbahn Sternen.“ Na wenn das nicht mal als Vorahnung genügte…!

Doch kaum war ich auf dem Weg war Schluss mit dem Adrenalin-Kick. Denn die 120 kmh merkte man überhaupt nicht und auch die Höhe an sich empfand ich als ziemlich normal. So genoss ich den Fahrtwind und die Aussicht. Nach dem ersten Abschnitt wurde ich ans zweite Seil gehängt wo es nur noch ein kurzer Weg ins Ziel war. Diesmal bat ich darum die Sitzposition etwas zu lockern, jedoch nicht gerade so stark um über Kopf zu hängen. Mit der etwas neuen Ausgangslage nahm ich nun den zweiten Ab­schnitt in Angriff und landete wohlerhalten auf der letzten Plattform. Nun wartete ich gespannt auf die folgenden drei Mädels, ach ja es hatte kurzfristig noch eine Abmeldung gegeben. Daher folgten mir nur noch drei… Auch diese stürzten sich ins Abenteuer und überlebten es, sogar mit Höhenangst. Gut gemacht!

Nun schauten wir kurz in den Himmel und ent­schlossen uns mit der Sesselbahn nochmals nach oben zum kleinen Sternen zu fahren um dort unser Mittagessen einzunehmen. Gleich direkt nach dem Essen machten wir uns wieder auf den Weg zur Sesselbahn um nach unten zu gelangen denn das Wetter wurde immer schlechter. So nahmen wir Platz auf dem Sesseli und fuhren los… Okay, jetzt hatten wir schon fast den grösseren Adrenalin-Kick als beim Flying Fox. Denn der Nebel hatte sich so stark ver­dichtet dass wir kaum noch etwas sehen konn­ten. So schwebten wir sozusagen ins völlige Nichts. War definitiv auch mal eine neue und spannende Erfahrung dies so zu erleben. Kaum unten angekommen und im Restaurant Platz genommen, da die Gondel uns vor der Nase 
davonführ, brach ein Regenschauer los der wirklich nicht mehr schön war! Phu, Glück ge­habt würde ich da meinen denn die welche jetzt mit dem Sesseli unten ankamen waren pitsch patsch nass!!

Da wir ja wussten dass das Wetter noch um­schlagen würde hatten wir sowieso ein Misch­programm vorgesehen was uns nun mit der Gondel wieder zum Parkplatz Weglosen, von dort aus mit dem Auto über eine, ja doch ich würde es Passstrasse nennen, nach Morschach in den Swiss Holiday Park führte. So konnten wir den Nachmittag mit Entspannung in der Römisch-Irischen Therme, bei Massagedüsen, im Whirlpool, auf den Sprudelliegen und der Rutschbahn geniessen. Was für eine erholsame und angenehme Sache Wellness doch sein kann!

Als letzter Abschnitt lag nun lediglich noch die Heimfahrt auf dem Programm. So fuhr ich die drei Ladys wohlbehalten und tiefenentspannt zurück nach Altstetten wo wir uns verab­schiedeten und uns wohl alle ziemlich schnell ins Bett begaben…